Cash für das Medibüro

Schätzungen zufolge leben 200.000 bis 500.000 Personen in Deutschland derzeit in einem Zustand der Illegalisierung.

Diese Flüchtlinge haben hierzulande allesamt keine Krankenversicherung. Aber auch BürgerInnen aus den neuen EU-Staaten haben oft keine Möglichkeit einen Arzt zu besuchen. Alltägliche Dinge können so zum riesigen  Problem werden. Auch die Entscheidung, ob eine Frau ein Kind bekommen will oder lieber nicht wird so durch den, meist nicht vorhandenen Cashflow diktiert: Sowohl Abtreibungen, als auch Geburten gibt es nicht umsonst. Rein theoretisch haben Flüchtlinge ohne Papiere laut Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ein Recht auf bestimmte medizinische Leistungen. Die sind aber beschränkt auf die Behandlung von akuten Schmerzen und Erkrankungen. Schwangere Frauen, die eine Abtreibung wollen oder Geburten fallen nicht unter das AsylbLG. Auch Kosten für Zahnarztbehandlungen zur Vorbeugung oder Brillen werden nicht übernommen. Dazu kommt, dass der Kostenträger, in Berlin das Landesamt für Gesundheit und Soziales, verpflichtet sind die Personendaten an die Ausländerbehörde weiterzugeben. Die Folgen für die Betroffenen sind leicht auszurechnen: Es droht die baldige Abschiebung.

Gegen diesen Zustand hilft die Arbeit des Berliner „Büros für medizinische Flüchtlingshilfe“, kurz Medibüro. Unbürokratisch und vor allen Dingen anonym. Die medizinische Versorgung für in die Illegalität gedrängte Menschen ist übrigens legal. Die Hilfe und Beratung im Medibüro wird immer von medizinisch kompetenten HelferInnen begleitet und ehrenamtlich geleistet. Darüber hinaus unterstützen die MitarbeiterInnen beim dolmetschen oder stellen Kontakte zu anderen Beratungsstellen bei rechtlichen und sozialen Fragen her. Liegen chronische Erkrankungen vor, wird versucht mit behandelnden Ärzten und Krankenhäusern eine Grundversorgung herzustellen. Gerade letzteres kostet allerdings Geld und das nicht zu knapp, auch wenn es Ärzte gibt, die zu reduzierten Sätzen oder gar kostenlos ihre Unterstützung anbieten. Das Medibüro erhält keinerlei staatliche finanzielle Unterstützung. Die HelferInnen legen darauf auch keinen gesteigerten Wert, denn finanzielle Unabhängigkeit bedeutet auch politische Unabhängigkeit.  Zur Wahrung seiner Unabhängigkeit und zur Gewährleistung von Anonymität das auch kaum anders denkbar. Daher ist das Medibüro auf regelmäßige Spenden angewiesen.

Für Nachfragen und weitere Informationen zum Medibüro:

E-Mail: info@medibuero.de
Internet: www.medibuero.de

Spendenkonto

Flüchtlingsrat Berlin e.V.
Stichwort: Medizinische Hilfe
, Bank für Sozialwirtschaft
Kto-Nr.: 3 260 302 ı BLZ: 100 205 00 

(auf Anfrage gibt es natürlich die übliche Spendenquittung)

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